Kürzt uns nicht weg! Aufruf zur Demo am 20.09.2023

Published On: 6. September 2023

Gemeinsam mit dem AWO Landesverband Berlin und dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) rufen wir zur Demonstration gegen die Mittelkürzung in den Freiwilligendiensten am 20. September 2023 ab 13 Uhr auf. Treffpunkt ist der Potsdamer Platz.

Die Kürzungen würden einen Verlust von jedem dritten Platz in den Freiwilligendiensten bedeuten. Der Entwurf des Bundeshaushaltes 2024 der Ampel sieht eine Kürzung der Fördermittel in Höhe von 78 Millionen Euro. Das heißt: Rund 25 Prozent weniger Geld und bedeutet den Wegfall von fast jedem vierten Freiwilligenplatz. 2025 würden die Mittel um zusätzliche 35 Millionen Euro gekürzt werden.

Noch können die Kürzungen von den Haushaltspolitker*innen im parlamentarischen Verfahren verhindert werden. Noch ist es nur ein Haushaltsentwurf. Der Bundestag hat die Möglichkeit Änderungen an dem Entwurf vorzunehmen. 

Jugendliche aus dem FSJ und BFD halten ihre eigenen Reden vor dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – dort, wo die Entscheidung zur Kürzung getroffen werden.

Zum Abschluss am Brandenburger Tor erwarten wir Abgeordnete aus der Ampel-Regierung, die aus den Verhandlungen im Bundestag berichten.

Wir rechnen mit vielen hundert Teilnehmenden und wir kämpfen unter dem Hashtag #Kürzt uns nicht weg gemeinsam gegen die Mittelkürzungen bei Freiwilligendiensten.

Junge Menschen sind bereit sich zu engagieren, dass zeigt auch der Erfolg der Petition #freiwilligendienststärken mit fast 100.000 Unterstützer*innen. Statt Scheindebatten über einen Pflichtdienst, die von einer abfälligen Perspektive auf junge Menschen geprägt ist, zu führen, gilt es eine Debatte darüber zu führen, wie die Rahmenbedingungen nachhaltig gestärkt und die Angebote für alle Menschen zugänglich und attraktiv gemacht werden können.

Wir fordern das kritische Einschreiten des Bundestags in die Haushaltsplanung, eine sofortige Zurücknahme der geplanten Kürzungen und eine auskömmliche Ausstattung, um eine inklusive Öffnung der Freiwilligendienste zu schaffen.

 

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